Thomas Munz is an independent curator and editor living in Berlin. In his curatorial and editorial work he is focusing on contemporary art at the crossroads of technology and society.
Im Computer-Jargon bedeutet das Verb „unarchive“, dass man Daten z. B. aus einer Zip-Datei oder von einem Backup-Drive entkomprimiert. Als Archiv sind solche Informationen erst einmal unzugänglich und damit inkompatibel und müssen zunächst entpackt werden. In dieser Veranstaltung wollen wir und das 25jährige transmediale-Archiv vornehmen und einige seiner undurchdringlichen Geheimnisse „entpacken“.
Wenn die Netzkunst die Utopien der VideoKunst einlöst, welche Träume träumt die Netzkunst selbst? Hat sich der Kreis geschlossen, ist die net.art nun zu ihrem Ende gekommen und ist es wahr was Mark Amerika, ein Veteran der Netzkunst, über Twitter ins Netz ruft: „Video is the new net art“?
In diesem Workshop werden wir einerseits Kunstwerke dokumentieren, die ihr euch selbst ausgesucht habt, andererseits aber auch selbst eine Liste mit jüngeren und älteren Werken anbieten, die ihr euch anschauen könnt. | Date: 2 Feb 2012 10:00 - 14:00, Location: transmediale archive, Podewil, Klosterstr. 68, room nr. 239, U-Klosterstraße (U2)
Zum 25-jährigen Jubiläum der transmediale führen wir das Eröffnungsprogramm des ersten VideoFilmFests '88 wieder auf... mehr Mit Arbeiten von Michaela Buescher, Maria Vedder, Hanspeter Ammann, u.a. | 17:00-18:45, 18:45-20:30, 20:30-22:15
The transmediale archive is the last resting place of thousands of tapes and DVDs that have, for various reasons, been deposited there. Some of them, over the ensuing years have lost the labels which originally identified them, some of them maybe never had one. For the exhibition Ghosts Off the Shelf, transmediale archive curators Baruch Gottlieb and Ruth Kemper...
Die transmediale wird 25 Jahre alt. Aber wie geht man mit solch einem Jubiläum um? Wir haben uns dafür entschieden das inkompatible Wesen des Festivals sichtbar zu machen, statt die Kerzen auf der Torte zu zählen. In seiner Geschichte hat das Festival immer wieder die Perspektive zeitgenössischer kultureller Phänomene gegenüber eines Mainstreams und gegenüber institutionalisierter Beschränkungen herausgehoben. Die unterschiedlichen Programme im Rahmen der transmediale 2012 reflektieren daher auch die Geschichte einer produktiven Inkompatibilität, die das Festival auszeichnet.
Ein offenes Gespräch über Videokunst und Netzkultur, Medienkollektive und Gegenöffentlichkeiten. Das ambivalente Verhältnis von technischer Innovation und sozialem Fortschritt, von Zugang und Kontrolle scheint den elektronischen Medien eingeschrieben. Videomakers Unite! unternimmt vor diesem Hintergrund einen kritischen Rückblick auf die Video- und Netzdiskurse der 1980er und 90er Jahre und bezieht diese auf die Herstellung heutiger Gegenöffentlichkeiten im Spannungsfeld politischer und künstlerischer, individueller und kollektiver Praxen.