Mit Techniken aus der geophysischen Archäologie (Offenlegen und Kartografieren), narrativen Deplacements (filmische Manipulationen von Zeitlichkeit) und kodierten Psychogeographien wird dieser Workshop dem Stadtflaneur der Zukunft neue Schablonen und Vorgehensweisen aufzeichnen.
Die wachsende Ausbreitung des Mobilfunks und der Anschluss an das ansonsten weltumspannende Glasfasernetz verheissen neue Perspektiven. Welches Potential birgt die Entwicklung der digitalen Kultur für afrikanische Länder? Geben kommerzielle Interessen ausländischer Konzerne oder Förderprioritäten den Weg vor? Jenseits des Mainstreams finden sich innovative, kreative und an spezielle Bedürfnisse angepasste digitale Initiativen. Die Session beleuchtet alternative Ideen der selbstbestimmten, wirtschaftlich nachhaltigen und lokal relevanten Ansätze, um die digitale Zukunft mitzugestalten.
Michael Liebe studied Political Science and Media Studies in Trier, Bochum, Madrid and Potsdam. He has a M.A. in European Media Science and is working on his Ph.D in rules of the computer game. He is cofounder of the Digital Game Research Center at the University of Potsdam (DIGAREC) and was the strategic head of the game art festival A MAZE. As a free journalist he is specialized in digital culture, markets and technologies. At the moment he is a speaker in new media at the Medienboard Berlin-Brandenburg (web, games, mobile).
Laboratoire Déberlinisation was founded in Berlin in 2001 by Mansour Ciss Kanakassy with Baruch Gottlieb and Christian Hanussek. Laboratoire Deberlinisation has exhibited and presented throughout Europe and three times at the Dakar Biennale, the 2008 edition of which Mansour Ciss was awarded first prize.
Gemeinsam mit einer Auswahl von Gästen werden die Veranstalter des Free Culture Incubator in dieser Session Bilanz ziehen und die Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesem Projekt vorstellen und mit Blick auf die Zukunft wichtige Fragen aufgreifen.
Während traditionelle Unternehmen ihre Corporate Identity heraufbeschwören verweist die Kreativbranche lustvoll auf ihre Heterogenität. Dennoch brauchen Kulturproduzenten eine Sprache, mit der sie die Öffentlichkeit erreichen und letzten Endes auch wirtschaftlichen Erfolg haben. Wieviel Corporate Identity braucht ein Kulturunternehmen – und wie kommuniziert man diese Identität nach außen?
Kulturelle Organisationsformen entstehen selten auf Basis einer strategischen Überlegung, sondern bilden sich meist um aktuelle Projektbedürfnisse herum. Welche Organisationsmodelle machen im Kunst- und Kulturbetrieb unter welchen Voraussetzungen Sinn und wie wird das Kulturunternehmen der Zukunft aufgestellt sein?
Welche Währung hat das Kulturunternehmen der Zukunft? Kulturarbeiter und Künstler produzieren eine Vielfalt von Werten, die zum Großteil immaterieller Natur sind. Schwierig wird es, wenn kulturelle Werte in adäquate Marktpreise übertragen werden sollen: wie ermittelt man den ökonomischen Wert von kultureller Arbeit?
Im Anschluss an ein Screening zum Thema, geht es in diesem Salon Talk um asiatische Kunstprojekte, die in Europa gezeigt werden. Das Verhältnis von ‚Hier‘ und ‚Anderswo‘ den bildet hierbei den Ausgangspunkt für eine Reflexion über die (Un-)Möglichkeiten, zwischen Orten zu wechseln, sowie über die Politik der Bildproduktion.
Als Salon Subkonferenz lädt PHUTURAMA ‚Visual Futurists’, also Designer und Künstler aus verschiedenen Medien- und Produktionsbereichen, ein darüber zu diskutieren, welchen Einfluss die Bildmacht von spekulativem, futuristischem und fiktionalem Design auf das ‚reale‘ Industriedesign ausübt: Film-Production-Designer treffen auf Spieleentwickler, SF-Autoren auf Comiczeichner, visionäre Automobildesigner auf Futurologen; Profis auf Aktivisten des einflussreichen SF-Fandom.